Ergebnis in Zahlen
Die Rechnung in einer Zeile
Sieben Systeme, extern beauftragt gegen selbst gebaut. Beide Spalten sind am unteren Rand gerechnet.
Herleitung ansehen – Position für Position
| Teilprojekt | Bei einer Agentur | Tatsächlicher Aufwand |
|---|---|---|
| Website: 117 Seiten, Designsystem, Texte, SEO-Architektur | 25.000 – 45.000 € | rund 12 Wochen |
| Redaktionssystem statt WordPress | 15.000 – 30.000 € | rund 6 Wochen |
| Onlinezeitung mit Redaktionsablauf | 8.000 – 15.000 € | rund 4 Wochen |
| Sales Funnel mit Segmentierung und Freigabe | 12.000 – 25.000 € | rund 8 Wochen |
| Business-Check und Kompass | 8.000 – 18.000 € | rund 3 Wochen |
| Automatisierung und CRM-Anbindung | 10.000 – 20.000 € | rund 5 Wochen |
| Summe | 78.000 – 153.000 € | rund 38 Wochen, nebenher |
Woher die Beträge kommen: Marktübliche Größenordnungen mittelständischer Agenturen in Deutschland, bewusst am unteren Rand angesetzt – keine eingeholten Angebote. Die Wochenangaben rechts sind geschätzte Eigenzeit, nicht Vollzeit: Die Arbeit lief neben dem Tagesgeschäft.
Der Punkt ist nicht die Summe. Sie wäre bezahlbar gewesen. Der Punkt ist, dass sie von einer Person in zwölf Monaten erbracht wurde – und dass daraus ein System entstanden ist, das keine laufende Rechnung erzeugt.
Die Optionen
Vier Wege zu einer Website – und was sie kosten
Jeder dieser Wege ist für bestimmte Aufgaben der richtige. Die Kunst ist, den eigenen Fall ehrlich einzuordnen, bevor man das Angebot einholt.
| Baukasten | Freelancer | Agentur | Erfahrene Person mit KI | |
|---|---|---|---|---|
| Stundensatz | – | 60 – 120 € | 90 – 180 €, inhabergeführt mit Kreation eher 150 – 250 € | eigene Zeit |
| Website mit 10 Seiten | 200 – 600 € im Jahr | 3.000 – 8.000 € | 8.000 – 25.000 € | 2 bis 3 Wochen |
| Website mit 100+ Seiten | praktisch nicht machbar | 15.000 – 30.000 € | 25.000 – 60.000 € | rund 12 Wochen |
| Eigenes Designsystem | gibt es nicht | selten im Angebot | 8.000 – 20.000 € als eigene Position | enthalten |
| UX- und UI-Design | Vorlage | je nach Person | eigene Leistung, meist fünfstellig | enthalten, wenn man das Geschäft kennt |
| Betreuung im Jahr | im Abo | Stundenabruf | 800 – 2.000 € im Monat | entfällt |
| Änderung am nächsten Tag | selbst möglich | wenn er Zeit hat | Ticket, 1 bis 5 Tage | 5 Minuten |
| Wenn der Dienstleister ausfällt | egal | Problem | Nachfolger wird eingearbeitet | Wissen bleibt im Haus |
Warum die vierte Spalte erst seit kurzem existiert
Bis vor zwei Jahren war die Rechnung anders. Eine Website mit 117 Seiten, einem eigenen Redaktionssystem und fünf angebundenen Anwendungen war für eine Person schlicht nicht zu leisten – nicht wegen fehlender Ideen, sondern wegen der Menge an Handarbeit. Genau diese Handarbeit ist heute das, was KI-Werkzeuge abnehmen.
Was sie nicht abnehmen: zu wissen, welche drei Zahlen ein Geschäftsführer sehen muss, bevor er anruft. Welche Frage ein Interessent wirklich hat. Wann Automatisierung gefährlich wird. Diese Entscheidungen sind der Unterschied zwischen einem funktionierenden System und einer teuren Spielerei – und sie kommen aus zwanzig Jahren Marketing und Vertrieb, nicht aus einem Modell.
Die ehrliche Formel lautet deshalb nicht „KI ersetzt die Agentur“, sondern: Erfahrung entscheidet, KI führt aus. Wer nur eines von beidem hat, kommt nicht auf dieses Ergebnis – ein Modell ohne Geschäftsverständnis baut am Bedarf vorbei, und Geschäftsverständnis ohne Werkzeug bleibt ein Konzeptpapier.
Nachgemessen
Was am Ende beim Besucher ankommt
Preis ist das eine, Ergebnis das andere. Am 27. August 2026 habe ich vier Websites im selben Browser, über dieselbe Leitung und mit denselben Kennzahlen gemessen. Drei davon stammen von etablierten Agenturen, eine ist diese hier.
| Website | Übertragen | Geladen nach | Dateien |
|---|---|---|---|
| Online-Check eines Bundeslandes, Agenturarbeit | 6.521 KB | 3.845 ms | 18 |
| Landesportal zu einem Fachthema, Agenturarbeit | 1.813 KB | 2.532 ms | 22 |
| Portal einer Förderinitiative, Agenturarbeit | 450 KB | 2.160 ms | 13 |
| Diese Website | 581 KB | 1.053 ms | 9 |
Was die Zahlen bedeuten – und was nicht
- Die schnellste Agenturseite ist gut. 450 KB sind ein ordentlicher Wert. Der Unterschied liegt bei der Ladezeit: doppelt so lang bei weniger übertragenen Daten. Das deutet auf ein System hin, das erst rechnen muss, bevor es ausliefert.
- 6,5 Megabyte sind kein Ausreißer, sondern Alltag. Sie entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Redaktionssysteme Bilder in Originalgröße ausliefern, wenn niemand es ihnen abgewöhnt. Auf dem Mobilfunknetz eines Handwerkers im Neubaugebiet ist das der Unterschied zwischen Anfrage und Abbruch.
- Ein einzelner Messwert beweist wenig. Vier Seiten sind eine Stichprobe, kein Gutachten. Sie zeigen eine Tendenz, die jeder mit denselben Werkzeugen an eigenen Seiten nachprüfen kann – genau dazu ist der Business-Check da.
- Ladezeit ist nicht alles. Eine Agentur liefert Markenführung, Fotografie, Illustration und ein Team, das bei Ausfall einspringt. Wer das braucht, ist dort richtig aufgehoben.
Die Seiten sind absichtlich nicht namentlich genannt. Es geht nicht darum, jemanden vorzuführen, sondern um die Größenordnung. Wer die konkreten Adressen sehen will, bekommt sie auf Nachfrage – die Messung ist mit jedem Browser reproduzierbar.
Ehrliche Abgrenzung
Wann Sie eine Agentur beauftragen sollten
Ein Vergleich taugt nur etwas, wenn er auch die Gegenseite gelten lässt. Diese fünf Fälle gehören zur Agentur, nicht zu mir.

Name, Logo, Farbwelt, Bildsprache, Tonalität – das ist Kreationsarbeit mit mehreren Köpfen und Verwerfungsschleifen. Dafür ist ein Team da, keine Einzelperson.
Eigene Bildwelten entstehen nicht am Rechner. Wer Produktfotos, Reportagen oder Illustrationen braucht, braucht Menschen mit Kamera und Stift.
Bei gesetzlichen Fristen oder Kampagnenterminen braucht es jemanden, der einspringt. Eine Agentur hat Vertretung, eine Einzelperson hat Grippe.
Tausend Artikel, Lagerführung, Zahlungsanbindung, Retouren: Dafür gibt es ausgereifte Systeme. Das selbst zu bauen wäre Unsinn.
Was ich anbiete, ist keine billigere Agentur. Es ist etwas anderes: jemand, der die kaufmännische Frage stellt, bevor gebaut wird – und der das Gebaute danach selbst betreiben kann, ohne dass eine monatliche Rechnung entsteht. Für ein Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Bei der nächsten Angebotsrunde sitzt jemand mit am Tisch, der weiß, was hinter den Positionen steckt.
Zum Mitnehmen
Der Vergleich als PDF
Kostenrechnung, Messwerte und Abgrenzung auf A4 – ohne Navigation, mit Kontaktangaben im Fuß. Zum Weitergeben oder Ausdrucken.