Die Konferenz IJCAI-ECAI 2026 findet erstmals seit 43 Jahren wieder in Deutschland statt. Am 19. August erläutert ein Vertreter des EU AI Office die Anforderungen; ein Fachpanel behandelt den Einsatz von KI-Agenten in öffentlichen Diensten.
Der KI-Weltkongress IJCAI-ECAI 2026 wird in Bremen ausgerichtet – zum ersten Mal seit 43 Jahren wieder in Deutschland. Im Zentrum steht ein Expertenpanel zu „Safe AI Agents“ und damit die Frage, wie sich KI-Agenten in öffentlichen Diensten verantwortlich betreiben lassen.
Parallel wird die Umsetzung der seit dem 2. August geltenden Vorgaben behandelt. Am 19. August erläutert Jeroen Delfos vom EU AI Office Anforderungen, Fristen und Risikoklassen. Dass diese Punkte in einem technischen Kongress verhandelt werden, zeigt die Verschiebung: Aus Prinzipien werden Nachweise, Dokumentationsketten und Freigabeprozesse.
Ergänzend läuft das KI-Festival „Bremen Fast Forward“ am 20. und 21. August mit rund 50 Referenten auf drei Bühnen, am 21. August mit freiem Eintritt für Schüler, Auszubildende und Studierende. Für Unternehmen ist der praktische Teil relevanter als das Programm: Bei Agenten entsteht Sicherheit durch Architektur- und Prozessentscheidungen, nicht durch ein Sicherheitsversprechen des Anbieters.
Was das für Entscheider bedeutet
- Legen Sie für jeden eingesetzten KI-Agenten schriftlich fest, wo sein Handlungsspielraum beginnt und endet und wer Ergebnisse freigibt.
- Bauen Sie eine Nachweiskette auf: Welche Eingaben wurden geprüft, welche Ausgaben wurden verwendet, wer hat entschieden.
- Nutzen Sie die Auslegungshinweise des EU AI Office als Grundlage Ihrer internen Freigaberegeln, statt auf nationale Klarstellungen zu warten.
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