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Zur Hauptseite mrpetzai.de Dienstag, 22. September 2026 Ausgabe 7 · 7 Meldungen
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EU Brüssel

Die EZB prüft Modelle des maschinellen Lernens für Ausfallrisiken mit Folgen für Bankenstresstests.

Ein neues EZB-Papier zeigt, wie Random-Forest-Modelle die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten europäischer Unternehmen verbessern können.

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Ein Working Paper der Europäischen Zentralbank untersucht Random-Forest-Modelle zur Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit europäischer Nichtfinanzunternehmen. Grundlage sind Bilanzdaten aus Orbis und das Bankkreditregister Anacredit, die Studie bewertet Folgen für das Bankenstresstesting.

Die Europäische Zentralbank hat ein Working Paper veröffentlicht, das Random-Forest-Modelle zur Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit europäischer Nichtfinanzunternehmen untersucht. Datengrundlage sind Bilanzdaten aus der Datenbank Orbis sowie das Kreditregister Anacredit der Banken. Die Studie zeigt, dass Random-Forest-Modelle eine stärkere Risikosensitivität aufweisen als die klassische logistische Regression und den nichtlinearen Effekt der Szenario-Schwere auf die Ausfallwahrscheinlichkeit sichtbar macht.

Für Banken und Aufsichtsbehörden liefert die Studie konkrete Hinweise, wie Modelle des maschinellen Lernens regulatorische Stresstests künftig ergänzen oder verändern könnten. Die Autoren zeigen zudem, wie sich auf Random Forest gestützte Ausfallwahrscheinlichkeiten in einem Netzwerk aus Banken und Unternehmen nutzen lassen, um die Übertragung von Schockszenarien über Kreditengagements als zentralen Kanal abzubilden. Das liefert eine granularere Sicht auf die Risikokennziffern einzelner Banken.

Offen bleibt, wann und wie die Aufsicht solche Modelle in offizielle Stresstest-Verfahren übernimmt, da Nachvollziehbarkeit und regulatorische Abnahme bei Ansätzen des maschinellen Lernens bislang höhere Hürden haben als bei klassischen Modellen. Banken mit eigenen Risikoabteilungen können die Methodik schon heute testen, ein verbindlicher aufsichtsrechtlicher Standard steht jedoch noch aus. Die Studie liefert damit eher eine Forschungsgrundlage als eine unmittelbare Handlungsanweisung.

Was das für Entscheider bedeutet

  • Prüfen Sie, ob Ihre Risikoabteilung Random-Forest-Modelle testweise neben bestehenden Ausfallmodellen einsetzen kann.
  • Fragen Sie bei Ihrer Aufsichtsbehörde nach dem Stand zur Anerkennung von Modellen des maschinellen Lernens in Stresstests.
  • Beobachten Sie Folgestudien zur Netzwerkübertragung von Schocks über Kreditengagements zwischen Banken.

Diese Meldung wurde automatisch aus der genannten Quelle erstellt und vor der Veröffentlichung maschinell geprüft. Das Bild ist ein Symbolbild und zeigt weder den Vorgang noch eine reale Person. Wie diese Zeitung entsteht

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