Ergebnis in Zahlen
Was dieser Wegweiser ersetzt
Zuerst die Zahlen, dann die Begründung. Der größte Posten steht nicht in der Tabelle – er steht darunter.
Herleitung ansehen – Position für Position
| Was anfällt | Klassisch | Hier |
|---|---|---|
| Erstgespräch zur Einordnung | 1 – 2 Stunden je Interessent | entfällt bei denen, die noch nicht so weit sind |
| Website-Analyse als Beratungsleistung | 400 – 1.200 € je Analyse | Selbstbedienung, sofortiges Ergebnis |
| Entwicklung der Fragelogik und Auswertung | 8.000 – 18.000 € einmalig | selbst gebaut |
| Betrieb und Pflege der Antwortbausteine | 200 – 600 € im Monat | selbst, im Redaktionssystem |
| Erstes Jahr, bei zwei Analysen im Monat | 20.000 – 54.000 € | im Betrieb der Website enthalten |
Woher die Beträge kommen: Marktübliche Größenordnungen aus dem deutschen Mittelstand, bewusst am unteren Rand angesetzt – keine eingeholten Angebote. Wer höhere Beträge zahlt, rechnet sich den Unterschied selbst größer.
Der eigentliche Nutzen ist die Vorqualifizierung. Jedes Erstgespräch, das nicht stattfindet, weil der Interessent selbst gemerkt hat, dass es noch zu früh ist, spart zwei Stunden auf beiden Seiten. Diesen Posten rechnet niemand, und er ist der größte.
Ausgangslage
Warum kein Chatbot
Die naheliegende Lösung für „Interessent hat Fragen“ ist heute ein Sprachmodell auf der Website. Das ist bequem – und bei einem Beratungsangebot riskant.
Drei Gründe für geregelte Antworten
- Ein offenes Modell sagt Dinge zu, die niemand geprüft hat. Bei einem Beratungsangebot ist jede Aussage auf der Website eine Aussage des Unternehmens. Wer das einem frei formulierenden Modell überlässt, gibt die Kontrolle über sein eigenes Angebot ab.
- Interessenten wollen keine Unterhaltung, sondern Orientierung. Die Frage lautet fast nie „Erzähl mir was über KI“, sondern „Lohnt sich das für mich?“. Darauf antwortet ein geführter Weg besser als ein leeres Eingabefeld.
- Ein leeres Eingabefeld ist eine Hürde. Wer nicht weiß, was er fragen soll, fragt nichts. Vorgegebene Einstiege senken die Schwelle spürbar.
Die Entscheidung fiel deshalb auf geprüfte Antwortbausteine statt offener Live-KI – eine bewusste Einschränkung, die den Nutzen erhöht statt ihn zu senken.
Im Betrieb
Zwei Wege zur Einordnung
Der eine prüft etwas Messbares, der andere ordnet etwas Unklares ein. Beide enden an derselben Stelle: einem Ergebnis, mit dem der Interessent selbst weiterarbeiten kann.
Der Website-Check: was messbar ist
Ladezeit, Stabilität, Verständlichkeit, SEO-Grundlagen und Technik. Das Ergebnis ist kein Gefühl, sondern ein Wert – nachprüfbar mit unabhängigen Werkzeugen. Wer schlechte Werte sieht, versteht sofort, worum es geht. Wer gute Werte sieht, hat einen Beleg.
Der Kompass: was unklar ist
Sechs Wissensbereiche, ein geführter Weg von der Frage zur Orientierung. Statt eines leeren Eingabefelds stehen Einstiege zur Auswahl. Die Antworten stammen aus geprüften Bausteinen, nicht aus einem Modell, das frei formuliert.
Was am Ende herauskommt
Ein Ergebnis, das der Interessent mitnehmen kann – nicht ein Formular, das er ausfüllen muss, um es zu bekommen. Der Unterschied klingt klein und entscheidet darüber, ob das Werkzeug als Hilfe oder als Kontaktfalle wahrgenommen wird. Wer daraufhin anruft, ruft an, weil er etwas weiß, nicht weil er etwas herausgeben musste.
Aufbau
Die Entscheidungen dahinter
Bei einem Werkzeug, das Interessenten direkt bedienen, entscheidet sich alles an zwei Fragen: Was darf es sagen, und was passiert mit den Eingaben.

Einordnung
Was das für ein Unternehmen bedeutet
Fast jedes Unternehmen überlegt gerade, ob es einen KI-Assistenten auf die Website stellt. Die interessantere Frage ist, welche Art.
- Ich kenne die Abwägung aus eigener Entscheidung. Offenes Modell gegen geprüfte Bausteine ist keine technische Frage, sondern eine Haftungs- und Markenfrage. Wer sie technisch beantwortet, beantwortet sie falsch.
- Vorqualifizierung ist Vertriebsarbeit, nicht Marketing-Spielerei. Ein Werkzeug, das ungeeignete Anfragen höflich aussortiert, ist mehr wert als eines, das die Anfragezahl erhöht.
- Datenschutz als Gestaltungsvorgabe. Dass keine Sprachdaten die Seite verlassen, ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung vor der ersten Zeile Code. Nachträglich lässt sich das nicht herstellen.
Der Business-Check ist bewusst das langweiligste der sieben Systeme. Er kann weniger als ein Sprachmodell und sagt dafür nichts Falsches. In einem Unternehmen, das für seine Aussagen haftet, ist das die richtige Reihenfolge.
Zum Mitnehmen
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