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Referenz · Eigenentwicklung

Ein Redaktionssystem, das ich selbst gebaut habe

117 Website-Seiten, KI-News, Campus und fünf Social-Media-Kanäle – aus einer Oberfläche gesteuert.

Kein WordPress, kein Baukasten, kein Plugin-Stapel. Konzept, Datenmodell, Oberfläche, Sicherheitslogik und die Anbindung an die Automatisierung stammen von mir. Diese Seite zeigt, was das System heute leistet, wie es aufgebaut ist – und wohin es weiterentwickelt wird.

Übersichtsseite des Redaktionssystems: links die Bereiche mit Zählern, oben die Kennzahlen, in der Mitte der Arbeitsstand
Im BetriebRedaktion · Social · Campus
117bestehende Seiten, direkt im System bearbeitbar
5Social-Kanäle aus einer Redaktion gesteuert
0 €laufende Lizenzkosten für fremde Erweiterungen
1 PersonKonzept, Entwicklung und Betrieb

Ergebnis in Zahlen

Was dieser Baustein spart

Zuerst die Zahlen, dann die Geschichte. Wer nur eine Minute hat, hat sie nach diesem Abschnitt.

15.000 – 30.000 € hätte die Entwicklung bei einer Agentur im Mittelstand gekostet
4.000 – 11.000 € entfallen dadurch jedes Jahr an Pflege, Lizenzen und Kleinaufträgen
5 Minuten statt 1 bis 5 Tage, bis eine Textänderung auf der Website steht
117 Seiten bearbeitbar, ohne dass eine davon neu gebaut werden musste
Rot: was ohne dieses System zu zahlen oder zu warten wäre Cyan: was dadurch entfällt oder schneller geht
Herleitung ansehen – Position für Position
Was im Jahr anfällt Mit Standard-CMS und Dienstleister Mit diesem System
Wartung und Sicherheitsaktualisierungen100 – 300 € im Monatentfällt – kleine Codebasis, keine Fremderweiterungen
Lizenzen für Erweiterungen und Vorlagen30 – 120 € im Monatentfällt
Textänderung auf einer bestehenden Seite45 – 150 € je Auftrag, 1 bis 5 Tageselbst, rund 5 Minuten
Neue Unterseite im Corporate Design800 – 3.000 €, 2 bis 4 Wochenselbst, rund 2 Stunden
Wiederherstellung nach einem FehlerStundensatz, sofern eine Sicherung existiertein Klick, Sicherung entsteht automatisch
Summe im Jahr, bei zwei Änderungen im Monat4.000 – 11.000 €rund 180 € Hosting

Woher die Beträge kommen: Marktübliche Größenordnungen aus dem deutschen Mittelstand, bewusst am unteren Rand angesetzt – keine eingeholten Angebote. Wer höhere Beträge zahlt, rechnet sich den Unterschied selbst größer.

Der eigentliche Gewinn ist nicht das Geld. Es ist die Reaktionszeit. Wenn eine Preisänderung fünf Minuten dauert statt fünf Tage, ändert sich, wie oft man überhaupt etwas ändert. Websites, die teuer zu pflegen sind, veralten – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil jede Kleinigkeit eine Entscheidung erfordert.

Gesamtrechnung für alle sieben Systeme ansehen →

Ausgangslage

Warum überhaupt selbst bauen

Die Website war fertig und lief. Was fehlte, war der Alltag danach: Texte ändern, ohne den Code anzufassen. Beiträge planen, ohne fünf Apps zu öffnen. Und die Gewissheit, dass eine Änderung nichts kaputt macht.

Das eigentliche Problem

  • Änderungen brauchten immer einen Entwickler. Ein falsch gesetztes Komma im Text hieß: Datei öffnen, Stelle suchen, hochladen, hoffen. Für einen Halbsatz ein unverhältnismäßiger Weg.
  • Ein Standard-CMS hätte die Website ersetzt, nicht ergänzt. WordPress hätte bedeutet: 117 gewachsene Seiten in ein fremdes Vorlagensystem pressen – und dabei genau die Gestaltung verlieren, die den Unterschied macht.
  • Social Media lief nebenher. Themen im Kopf, Termine im Kalender, Texte in Notizen, Veröffentlichung von Hand. Bei fünf Kanälen mit unterschiedlichen Regeln geht so Qualität verloren.

Die Entscheidung fiel deshalb nicht auf „CMS oder kein CMS", sondern auf ein System, das sich der bestehenden Website unterordnet statt sie zu übernehmen.

Im Betrieb

Was das System heute leistet

Alle Ansichten stammen aus dem laufenden System. Die Inhalte sind Beispieldaten zur Veranschaulichung – die Oberfläche und die Zahlenlogik sind echt.

Übersichtsseite des Redaktionssystems mit Kennzahlen zu Seiten, Beiträgen und Social-Media-Entwürfen
Der Einstieg. Links die Bereiche mit ihren Zählern, oben die Kennzahlen, in der Mitte der Arbeitsstand: Was ist offen, was wartet auf Freigabe, was ist erledigt. Die Aufteilung folgt der Frage „Was muss ich heute tun?", nicht der Datenbankstruktur.Beispieldaten

Der eigentliche Hebel: bestehende Seiten bearbeiten

Das Kernstück ist nicht die Verwaltung neuer Seiten, sondern der Umgang mit den vorhandenen. Das System liest jede HTML-Datei ein, erkennt die Textstellen und stellt sie als Felder dar. Beim Speichern wird ausschließlich der Text ersetzt – Struktur, Klassen, Skripte und Abstände bleiben Byte für Byte erhalten.

Liste aller 117 bestehenden Website-Seiten mit Dateiname, Sichtbarkeit und Änderungsdatum
117 Seiten, vier Bereiche. Deutsch, Englisch, KI-News und Campus. Titel werden aus der Datei gelesen, der noindex-Status wird angezeigt – damit klar ist, welche Seite öffentlich ist.
Bearbeitungsansicht einer Seite mit 38 erkannten Textstellen als einzelne Eingabefelder
38 Textstellen erkannt. Jede Überschrift, jeder Absatz, jeder Listenpunkt als eigenes Feld. Rechts steht, was geschützt bleibt. Vor jedem Speichern entsteht eine Sicherung, die per Klick zurückgeholt werden kann.

Schreiben wie in Word – ohne das Design zu gefährden

Der Editor hat eine Symbolleiste mit Registern, ein weißes Blatt und eine Statusleiste mit Wortzahl. Die Metapher ist bewusst gewählt: Wer Word bedienen kann, kann diese Seite bedienen. Der Unterschied liegt darunter – die Formatvorlagen erzeugen nicht irgendein Format, sondern genau die Auszeichnungen des Corporate Designs. Beim Einfügen aus Word wird nur der Text übernommen, keine fremden Schriftgrößen und Farben.

Editor mit Symbolleiste, Registern für Start, Einfügen, Bausteine und Ansicht sowie weißem Schreibblatt
Vier Register statt einer überladenen Leiste. Start für die tägliche Arbeit, Einfügen für Bild und Tabelle, Bausteine für fertige Abschnitte, Ansicht für Vollbild und Quelltext. Rechts die Angaben, die eine Seite auffindbar machen.Beispieldaten

Social Media: ein Thema, fünf Fassungen

Ein Beitrag entsteht einmal und wird für jeden Kanal angepasst. Der Zeichenzähler läuft gegen die tatsächlichen Grenzen der Plattform, die Formatregeln stehen daneben. Veröffentlicht wird nicht aus dem Redaktionssystem, sondern über die Automatisierung – dazu unten mehr.

Liste der Social-Media-Beiträge mit Kanalzeichen, Freigabestatus und geplantem Termin
Alle Beiträge auf einen Blick. Welche Kanäle bespielt werden, wo der Beitrag im Freigabeprozess steht und wann er laufen soll.Beispieldaten
Redaktionskalender im Monatsraster mit Beiträgen je Tag, Kanalzeichen und Uhrzeit
Der Redaktionskalender. Farbe zeigt den Status, das Zeichen den Kanal. Oben steht, wie viele Tage belegt sind – und wie viele nicht. Lücken zu sehen ist wichtiger, als Beiträge zu zählen.Beispieldaten
Kanalübersicht mit Facebook und Instagram, Kontoangaben, Verbindungsstatus und Formatregeln
Die Kanäle. Konto, Verbindungsstatus und die Formatregeln der Plattform. Bewusst ohne Zugangsdaten: Die liegen ausschließlich in der Automatisierungsumgebung, nicht auf dem Webserver.Beispieldaten

Aufbau

Die Entscheidungen dahinter

Ein System dieser Art lebt nicht von der Funktionsliste, sondern von wenigen Grundentscheidungen, die man später nicht mehr korrigieren kann.

Redaktionssystem: Liste der bestehenden Website-Seiten

Die gewachsene Website bleibt, wie sie ist. Das System legt sich daneben und ändert nur, was ausdrücklich freigegeben wurde. Kein Umzug, kein Datenverlust, kein Neuaufbau.

Vor jeder Änderung an einer bestehenden Datei entsteht eine Sicherung. Wiederherstellen ist ein Klick. Wer ohne Netz arbeitet, arbeitet vorsichtig – und dann arbeitet niemand.

Das Redaktionssystem plant und gibt frei. Die Automatisierung veröffentlicht. Kein Zuständigkeitsdoppel, keine zwei Stände, die auseinanderlaufen.

Auf dem Webserver liegt kein einziger Plattform-Token. Die Schnittstelle kennt nur einen eigenen Schlüssel. Wird der Webserver kompromittiert, sind die Social-Konten nicht mit betroffen.

Wie die Veröffentlichung läuft

Das Redaktionssystem versendet selbst nichts. Es stellt freigegebene Beiträge über eine abgesicherte Schnittstelle bereit. Die Automatisierung holt sie zum geplanten Zeitpunkt ab, veröffentlicht sie auf den Kanälen und meldet Ergebnis und Kennzahlen zurück.

  • Freigabe: Ohne ausdrückliche Freigabe passiert nichts. Ein Entwurf kann nicht versehentlich live gehen.
  • Abholung: Die Automatisierung fragt regelmäßig nach fälligen Beiträgen – das System drängt nichts auf.
  • Rückmeldung: Erfolg, Fehler und Kennzahlen kommen zurück und stehen in der Auswertung.
  • Nachvollziehbarkeit: Zu jedem veröffentlichten Beitrag stehen Zeitpunkt und Adresse des Originals im System.

Die Auswertung zeigt bewusst nichts an, solange keine echten Zahlen vorliegen – statt Schätzwerte zu erfinden, die niemand prüfen kann.

Wohin die Reise geht

Vier Stufen – zwei stehen, zwei sind gedacht

Ein System, das nach der ersten Version stehen bleibt, war falsch geplant. Der Aufbau ist auf Erweiterung angelegt. Was fertig ist und was Absicht ist, steht hier getrennt.

1 Im Betrieb

Redaktion

Inhalte pflegen, ohne Code anzufassen.

  • 117 bestehende Seiten bearbeitbar
  • Neue Seiten aus dem System
  • KI-News-Redaktion
  • Medien, Navigation, Textbausteine
  • Sicherung bei jedem Speichern
2 Im Betrieb

Planung und Freigabe

Social Media als Redaktionsprozess statt als Nebentätigkeit.

  • Ein Thema, fünf Kanalfassungen
  • Redaktionskalender mit Status
  • Freigabe als bewusster Schritt
  • Übergabe an die Automatisierung
  • Rückmeldung von Ergebnis und Zahlen
3 Nächster Ausbau

Assistenz in der Redaktion

Das System schlägt vor, der Mensch entscheidet.

  • Aus einem Thema Entwürfe für alle fünf Kanäle
  • Vorschläge im eigenen Tonfall, nicht im Werbedeutsch
  • Bildvorschlag aus der eigenen Mediathek
  • Hinweis auf Lücken im Kalender
  • Prüfung auf Verständlichkeit vor der Freigabe
4 Zielbild

Der lernende Redaktionsplan

Der Kreis schließt sich: Was Wirkung hatte, prägt die Planung.

  • Themenvorschläge aus der eigenen Resonanz
  • Veröffentlichungszeiten aus eigenen Zahlen
  • Rückkopplung aus dem CRM: welcher Beitrag zu Gesprächen führte
  • Automatische Wiederaufnahme starker Themen
  • Quartalsbericht ohne manuelle Zusammenstellung

Stufe 3 und 4 sind bewusst nicht angefangen. Erst muss Stufe 2 im Alltag tragen und genug eigene Zahlen liefern – sonst automatisiert man Annahmen statt Erkenntnisse.

Einordnung

Was das für ein Unternehmen bedeutet

Diese Anwendung ist für einen konkreten Betrieb entstanden. Der Wert liegt weniger im Ergebnis als in dem, was der Weg dorthin zeigt.

  • Anforderungen kommen aus dem Betrieb, nicht aus dem Katalog. Gebaut wurde, was im Alltag hakte – und nichts darüber hinaus. Das ist die gleiche Haltung, die ich in Projekte mit Fachabteilungen einbringe.
  • Machbarkeit lässt sich beurteilen, wenn man es selbst gebaut hat. Bei Aufwandsschätzungen, Angeboten und Dienstleistergesprächen weiß ich, wovon geredet wird.
  • Zwischen Fachbereich und Technik übersetzen. Das System ist so gebaut, dass jemand ohne technische Vorkenntnisse damit arbeiten kann. Diese Übersetzungsarbeit ist der eigentliche Teil der Aufgabe.
  • Automatisierung mit Bremse. Freigaben, Sicherungen und getrennte Zuständigkeiten sind keine Bequemlichkeit, sondern Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen ein solches System überhaupt einsetzen darf.

Websites bauen können viele. Selten ist die Kombination: über 20 Jahre Marketing, Vertrieb und Unternehmensentwicklung, Verantwortung für Umsatz – und die Fähigkeit, daraus selbst eine funktionierende Anwendung zu bauen, die andere bedienen können.

Zum Mitnehmen

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