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Referenz · Website

117 Seiten, ein Designsystem, keine Agentur

Die Website von mrpetzai.de – Konzept, Informationsarchitektur, Gestaltung, Texte und Umsetzung aus einer Hand.

Kein Baukasten, kein gekauftes Design, keine fremden Erweiterungen. Jede Seite setzt sich aus denselben Bauteilen zusammen, deshalb kostet die hundertste Seite nicht mehr Aufwand als die zehnte. Diese Seite zeigt, was daraus entstanden ist und welche Entscheidungen dahinterstehen.

Startseite von mrpetzai.de mit Hero, Themen-Chips, Kennzahlen und Business-Check-Leiste
Im Betriebmrpetzai.de · Deutsch und Englisch
117Seiten in Deutsch und Englisch
A-Rating94 % Performance im unabhängigen Test
0 €Lizenzen für Themes und Erweiterungen
1 PersonKonzept, Gestaltung, Texte, Umsetzung

Ergebnis in Zahlen

Was diese Website spart

Zuerst die Zahlen, dann die Begründung. Wer nur eine Minute hat, hat sie nach diesem Abschnitt.

25.000 – 45.000 € hätte die Erstellung bei einer Agentur im Mittelstand gekostet
9.600 – 24.000 € Betreuungspauschale, die jedes Jahr entfallen würde
5 Minuten vom Tippfehler bis zur geänderten Seite – ohne Auftrag, ohne Wartezeit
117 Seiten in Deutsch und Englisch, aus einem einzigen Designsystem
Rot: was ohne dieses System zu zahlen oder zu warten wäre Cyan: was dadurch entfällt oder schneller geht
Herleitung ansehen – Position für Position
Was eine Website dieser Größe kostet Bei einer Agentur Hier
Konzept, Informationsarchitektur, Designsystem8.000 – 15.000 €selbst erarbeitet
Gestaltung und Umsetzung, 117 Seiten12.000 – 22.000 €selbst gebaut
Texte und SEO-Architektur5.000 – 8.000 €selbst geschrieben
Betreuung im laufenden Betrieb800 – 2.000 € im Monatentfällt
Hosting50 – 200 € im Monatrund 15 € im Monat
Erstellung einmalig, Betreuung im ersten Jahr34.600 – 69.000 €rund 180 €

Woher die Beträge kommen: Marktübliche Größenordnungen aus dem deutschen Mittelstand, bewusst am unteren Rand angesetzt – keine eingeholten Angebote. Wer höhere Beträge zahlt, rechnet sich den Unterschied selbst größer.

Der Unterschied liegt nicht nur im Preis. Eine gekaufte Website ist am Tag der Übergabe fertig und veraltet ab dann. Eine selbst gebaute wird weiterentwickelt, weil es nichts kostet, sie weiterzuentwickeln. Nach zwölf Monaten ist das der größere Posten.

Gesamtrechnung für alle sieben Systeme ansehen →

Ausgangslage

Warum kein Baukasten

Eine Website für ein Beratungsunternehmen muss zwei Dinge gleichzeitig können: gefunden werden und überzeugen. Baukastensysteme können das erste ordentlich und das zweite selten.

Drei Gründe gegen die naheliegende Lösung

  • Vorlagen sehen aus wie Vorlagen. Wer denselben Baukasten nutzt wie der Wettbewerb, sieht aus wie der Wettbewerb. Bei einem Angebot, das Beratung verkauft, ist das ein Substanzproblem, kein Geschmacksproblem.
  • Ladezeit ist keine Kosmetik. Baukastenseiten schleppen Code mit, den die Seite nicht braucht. Das kostet Sichtbarkeit bei Google und Geduld beim Leser – beides messbar.
  • Longtail braucht viele Seiten. Wer über Fachthemen gefunden werden will, braucht für jedes Thema eine eigene, gute Seite. Mit einem Baukasten wird die 80. Seite genauso mühsam wie die erste. Mit einem eigenen Designsystem dauert sie zwei Stunden.

Die Entscheidung war deshalb keine technische Vorliebe, sondern eine Rechnung: Was kostet es, in zwei Jahren die hundertste Seite anzulegen?

Im Betrieb

Was entstanden ist

Kein Theme, kein Seitenbaukasten, keine fremden Erweiterungen. Ein eigenes Designsystem aus wenigen Bauteilen, aus denen sich jede Seite zusammensetzt.

Startseite von mrpetzai.de mit Hero, Themen-Chips, Kennzahlen und Business-Check-Leiste
Die Startseite im Livebetrieb. Hero mit klarer Hauptbotschaft, Themen-Chips, gestufte Handlungsaufforderungen, Preisbanner und die Business-Check-Leiste – alles Bauteile aus demselben Designsystem. Keine dieser Komponenten ist eingekauft.
Großraumbüro, Team an Monitoren mit Code und Ablaufplänen

Deutsche und englische Fassung, dazu Leistungsseiten, Fachthemen, Onlinezeitung, Campus und die Bewerberseiten. Alle aus denselben Bauteilen, alle im gleichen Erscheinungsbild.

Hero, Karte, Kennzahlenreihe, Ablaufkette, Zitatblock, Formular. Eine neue Seite wird zusammengesetzt, nicht gestaltet. Deshalb dauert sie Stunden statt Wochen.

Sichtbarkeit entsteht über viele gute Fachseiten, nicht über eine optimierte Startseite. Jedes Thema bekommt eine eigene Seite mit eigenem Suchbegriff und eigener Handlungsaufforderung.

Ladezeit, Stabilität und Aufbau werden regelmäßig geprüft – mit demselben Werkzeug, das auch der Business-Check bei Kundenseiten anlegt.

Im Betrieb

Was diese Seite kann, ohne dass es auffällt

Vierzehn Funktionen, die kein Baukasten mitbringt und die bei einem Standardsystem einzeln zugekauft, eingerichtet und gepflegt werden müssten. Sie sind hier eingebaut, nicht angeflanscht – deshalb kosten sie weder Ladezeit noch Lizenzgebühr.

Schriftgröße verstellen

Unten links: A−, 100 %, A+. Wer über fünfzig ist und ohne Brille liest, findet die Funktion beim ersten Blick. Die Einstellung bleibt beim Seitenwechsel erhalten.

Jede Seite als PDF

Ein Klick erzeugt ein sauber gesetztes A4-Dokument – ohne Navigation, mit Kontaktangaben im Fuß. Früher ein Joomla-Plugin, hier eingebaut.

Fachbegriffe erklären sich

Gestrichelt unterstrichene Wörter öffnen beim Überfahren ein kleines Fenster mit einer Erklärung in Alltagssprache. 27 Begriffe, zentral gepflegt.

Weiterempfehlen ohne Mitleser

LinkedIn, WhatsApp, E-Mail, Link kopieren. Reine Verweise – keine eingebetteten Schaltflächen der Netzwerke, die schon vor dem Klick Zählmarken setzen.

Vorlesefunktion

Der Assistent liest Fragen und Antworten vor. Ohne externe Sprachschnittstelle: Es verlässt kein Ton die Seite, es entstehen keine Kosten je Abruf.

Bilder groß ansehen

Bildschirmfotos öffnen sich per Klick in voller Größe. Ohne fremde Bibliothek, mit Tastaturbedienung und Escape zum Schließen.

Zwei Sprachen, eine Struktur

Deutsch und Englisch mit identischem Aufbau und Umschalter auf jeder Seite. Keine halb übersetzte Fassung, keine Sprachmischung.

Brotkrumen mit Auszeichnung

„Start / Angebote / …“ – sichtbar für den Leser und als strukturierte Daten für Google, das sie in den Suchergebnissen anzeigt.

Business-Check-Leiste

Auf jeder Seite erreichbar, ohne den Text zu überdecken. Sie führt Interessenten zu einem Ergebnis, statt sie in ein Kontaktformular zu drängen.

Bilder in mehreren Größen

Ein Mobilgerät lädt nicht dasselbe Bild wie ein Bildschirmarbeitsplatz. Moderne Formate, verzögertes Laden – der größte Einzelhebel bei der Ladezeit.

Tastatur und Fokus

Die ganze Seite lässt sich ohne Maus bedienen, jeder Fokus ist sichtbar. Das ist Pflicht für öffentliche Auftraggeber und höflich gegenüber allen anderen.

Rücksicht auf Bewegungsempfindliche

Wer im Betriebssystem reduzierte Bewegung eingestellt hat, bekommt keine Animationen. Vier Zeilen Aufwand, große Wirkung für Betroffene.

Drucklayout für jede Seite

Dunkle Flächen werden hell, Navigation und Schaltflächen verschwinden, Karten werden nicht mitten durchgeschnitten. Wer ausdruckt, bekommt ein Dokument statt eines Bildschirmabzugs.

Zurück nach oben

Erscheint erst nach dem ersten Bildschirm und sitzt so, dass er den Assistenten nicht überdeckt. Kleinigkeit – auf langen Seiten die meistgenutzte.

Messbar, nicht behauptet

Ladezeit und Aufbau sind mit einem unabhängigen Werkzeug geprüft. Das Ergebnis ist kein Gefühl, sondern ein Wert, den jeder nachmessen kann – und den ich bei Kundenseiten mit demselben Werkzeug erhebe.

GTmetrix-Bericht für mrpetzai.de mit A-Rating, 94 Prozent Performance und 93 Prozent Structure
A-Rating, 94 % Performance, 93 % Structure. Gemessen an der Startseite mit allen Bildern, dem Assistenten und der Business-Check-Leiste. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche WordPress-Seite mit Theme und einem Dutzend Erweiterungen liegt regelmäßig bei C oder D – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil jede Erweiterung eigenen Code mitbringt.

Gestaltung und Bedienbarkeit

UX-Design ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechenaufgabe

Agenturen verkaufen UX- und UI-Design als eigene Leistung, oft fünfstellig. Zu Recht, wenn niemand im Unternehmen weiß, wie Kunden entscheiden. Wer das weiß, braucht dafür keine Agentur – er braucht Disziplin.

Was hier tatsächlich entschieden wurde

  • Eine Botschaft pro Abschnitt. Wer scrollt, liest nicht – er überfliegt. Jeder Abschnitt hat deshalb eine Kernaussage in der Überschrift und die Begründung darunter. Wer nur die Überschriften liest, hat trotzdem verstanden, worum es geht.
  • Die Zahl vor dem Argument. Entscheider sind ungeduldig. Deshalb steht auf jeder Referenz der kaufmännische Teil ganz oben, rot markiert, und nicht am Ende als Fazit.
  • Gestufte Handlungsaufforderungen. Nicht „Jetzt Kontakt aufnehmen“ als einziger Weg, sondern ein leiser Einstieg (etwas ansehen), ein mittlerer (etwas ausprobieren) und ein verbindlicher (anrufen). Die meisten Besucher sind nicht bereit für Stufe drei – und sollen trotzdem bleiben.
  • Textzonen mit Maß. Fließtext bricht bei rund 70 Zeichen um, nicht bei 120. Das ist keine Ästhetik, sondern Lesegeschwindigkeit: Zu lange Zeilen lassen das Auge die nächste Zeile verfehlen.
  • Klickziele, die man auch unterwegs trifft. Alle Hauptschaltflächen sind mindestens 44 Pixel hoch, auf dem Handy vollbreit. Das ist der Unterschied zwischen „ich rufe an“ und „ich mache das später am Rechner“ – und später ist nie.
  • Kein Farbsignal allein. Wer Rot und Grün nicht unterscheidet, erkennt die Aussage trotzdem: Der Kostenblock hat einen roten Balken und eine beschriftete Legende.

Warum ich das selbst mache

Eine Agentur kann Gestaltung. Was sie nicht kann, ist die Frage beantworten, welche drei Zahlen ein Geschäftsführer sehen muss, bevor er anruft – weil sie sein Geschäft nicht kennt. Diese Frage ist die eigentliche UX-Arbeit. Die Gestaltung danach ist Handwerk und in einem Designsystem in wenigen Stunden erledigt.

Der teuerste Fehler bei Website-Projekten ist nicht schlechtes Design. Es ist gutes Design für die falsche Frage.

Diese Seite ist der Beleg für die These. Sie ist ohne Designagentur entstanden, erreicht im unabhängigen Test ein A-Rating und bringt vierzehn Funktionen mit, die anderswo einzeln zugekauft werden. Nicht weil ich der bessere Gestalter wäre, sondern weil ich weiß, wofür die Seite da ist.

Einordnung

Warum individuell und nicht WordPress, Joomla oder ein Shopsystem

Die Frage ist berechtigt: Diese Systeme sind ausgereift, verbreitet und günstig im Einstieg. Sie sind auch die richtige Wahl – für andere Aufgaben als diese hier.

  Standardsystem mit Theme
WordPress, Joomla, TYPO3, Redaxo
Shopsystem
Magento, Shopware, PrestaShop
Diese Website
Erste Seite stehtin Stundenin Tagenhat Wochen gedauert
Achtzigste Fachseitegenauso mühsam wie die erstedafür nicht gemachtzwei Stunden, aus Bausteinen
Ladezeit im AuslieferungszustandC bis D, Theme und Erweiterungen laden mitschwer, viel Technik für Warenkorb und KasseA-Rating, 94 %
Sicherheitsaktualisierungenständig, je Erweiterung einzelnständig, mit Zahlungsanbindung heikelkleine Codebasis, keine Fremdteile
Sonderfunktion wie Vorlesen oder SchriftgrößeErweiterung suchen, kaufen, pflegendasselbeeingebaut, keine Lizenz
UX- und UI-DesignAgenturleistung, meist fünfstelligAgenturleistung, meist fünfstelligim Designsystem enthalten
Gestaltung außerhalb der VorlageKampf gegen das ThemeKampf gegen das Themegibt es nicht – es ist die eigene Vorlage
Wenn der Anbieter die Preise erhöhtman zahlt oder migriertman zahltbetrifft einen nicht
Wenn ein Shop gebraucht würdeErweiterung, mit Einschränkungendie richtige Wahlwäre der falsche Weg

Die ehrliche Abgrenzung

  • Wer einen Shop mit tausend Artikeln, Lagerführung und Zahlungsanbindung braucht, nimmt ein Shopsystem. Das selbst zu bauen wäre Unsinn – genau wie eine Bewerbungsseite in Magento zu bauen.
  • Wer eine Website mit fünf Seiten braucht, nimmt einen Baukasten. Der Unterschied rechnet sich erst ab einer Größe, bei der Pflege und Erweiterung zum Dauerposten werden.
  • Wer viele Redakteure hat, braucht Rollen und Rechte. Das kann ein Standardsystem von Haus aus. Hier arbeitet eine Person, deshalb ist es nicht gebaut – und deshalb ist das System schlank geblieben.
  • Der Punkt ist nicht „selbst gebaut ist besser“. Der Punkt ist, die Frage überhaupt zu stellen und dann zu rechnen. Genau das erwarte ich von jemandem, der in einem Unternehmen über solche Systeme entscheidet.

Agenturen bauen mit denselben Systemen, mit denen ihre Wettbewerber bauen. Das ist verständlich: Es ist kalkulierbar, austauschbar und schnell. Es führt aber dazu, dass Websites sich gleichen – und dass Sonderwünsche entweder teuer oder unmöglich sind. Wer stattdessen ein eigenes Designsystem hat, kann die achtzigste Seite in zwei Stunden bauen und eine Vorlesefunktion an einem Nachmittag nachrüsten.

Aufbau

Die Entscheidungen dahinter

Eine Website lebt nicht von der Seitenzahl, sondern von wenigen Grundentscheidungen, die man später nicht mehr korrigieren kann.

  • Ein Stylesheet für alles. Farben, Abstände, Schriftgrößen und Bauteile stehen an einer Stelle. Eine Änderung an der Schaltflächenfarbe wirkt auf 117 Seiten gleichzeitig – und kann nicht auf 116 Seiten vergessen werden.
  • Kein Rahmenwerk, kein Bauwerkzeug. Die Seiten sind reines HTML und CSS. Das klingt altmodisch und ist der Grund, warum sie schnell laden, ohne Wartung auskommen und in fünf Jahren noch funktionieren.
  • Bilder in modernen Formaten und mehreren Größen. Ein Mobilgerät lädt nicht dasselbe Bild wie ein Bildschirmarbeitsplatz. Das ist der größte einzelne Hebel bei der Ladezeit.
  • Bedienbarkeit als Vorgabe, nicht als Nachtrag. Tastaturbedienung, sichtbare Fokusrahmen, Kontraste und Vorlesefunktion sind eingebaut. Nicht aus Pflichtbewusstsein, sondern weil Entscheider Seiten auch am Telefon oder unterwegs lesen.

Einordnung

Was das für ein Unternehmen bedeutet

Die Website ist das sichtbarste der sieben Systeme – und das am wenigsten aussagekräftige, wenn man nur auf die Oberfläche schaut.

  • Ich kann Angebote von Agenturen beurteilen. Wer selbst 117 Seiten gebaut hat, weiß, was ein Posten „Umsetzung Designsystem“ bedeutet und wo eine Aufwandsschätzung gepolstert ist.
  • Ich weiß, was Pflege wirklich kostet. Nicht in Stundensätzen, sondern in Reibung: Wie oft ändert jemand etwas, wenn jede Änderung eine Anfrage auslöst? Die Antwort ist: fast nie.
  • Marketing und Technik in einer Person. Suchbegriffe, Seitenstruktur, Text und Umsetzung hängen zusammen. Wenn sie auf drei Personen verteilt sind, geht die Verbindung im Übergabeprozess verloren.

Eine Website ist kein Projekt, sondern ein Betriebsmittel. Sie wird nicht fertig, sie wird benutzt. Alles an dieser Website ist auf diese Annahme hin gebaut – deshalb steht daneben ein eigenes Redaktionssystem und keine Rechnung für Textkorrekturen.

Zum Mitnehmen

Diese Referenz als PDF

Ergebnis in Zahlen, Aufbau und Entscheidungen auf A4 aufbereitet – ohne Navigation, mit Kontaktangaben im Fuß. Zum Weitergeben oder Ausdrucken.