Ergebnis in Zahlen
Was diese Website spart
Zuerst die Zahlen, dann die Begründung. Wer nur eine Minute hat, hat sie nach diesem Abschnitt.
Herleitung ansehen – Position für Position
| Was eine Website dieser Größe kostet | Bei einer Agentur | Hier |
|---|---|---|
| Konzept, Informationsarchitektur, Designsystem | 8.000 – 15.000 € | selbst erarbeitet |
| Gestaltung und Umsetzung, 117 Seiten | 12.000 – 22.000 € | selbst gebaut |
| Texte und SEO-Architektur | 5.000 – 8.000 € | selbst geschrieben |
| Betreuung im laufenden Betrieb | 800 – 2.000 € im Monat | entfällt |
| Hosting | 50 – 200 € im Monat | rund 15 € im Monat |
| Erstellung einmalig, Betreuung im ersten Jahr | 34.600 – 69.000 € | rund 180 € |
Woher die Beträge kommen: Marktübliche Größenordnungen aus dem deutschen Mittelstand, bewusst am unteren Rand angesetzt – keine eingeholten Angebote. Wer höhere Beträge zahlt, rechnet sich den Unterschied selbst größer.
Der Unterschied liegt nicht nur im Preis. Eine gekaufte Website ist am Tag der Übergabe fertig und veraltet ab dann. Eine selbst gebaute wird weiterentwickelt, weil es nichts kostet, sie weiterzuentwickeln. Nach zwölf Monaten ist das der größere Posten.
Ausgangslage
Warum kein Baukasten
Eine Website für ein Beratungsunternehmen muss zwei Dinge gleichzeitig können: gefunden werden und überzeugen. Baukastensysteme können das erste ordentlich und das zweite selten.
Drei Gründe gegen die naheliegende Lösung
- Vorlagen sehen aus wie Vorlagen. Wer denselben Baukasten nutzt wie der Wettbewerb, sieht aus wie der Wettbewerb. Bei einem Angebot, das Beratung verkauft, ist das ein Substanzproblem, kein Geschmacksproblem.
- Ladezeit ist keine Kosmetik. Baukastenseiten schleppen Code mit, den die Seite nicht braucht. Das kostet Sichtbarkeit bei Google und Geduld beim Leser – beides messbar.
- Longtail braucht viele Seiten. Wer über Fachthemen gefunden werden will, braucht für jedes Thema eine eigene, gute Seite. Mit einem Baukasten wird die 80. Seite genauso mühsam wie die erste. Mit einem eigenen Designsystem dauert sie zwei Stunden.
Die Entscheidung war deshalb keine technische Vorliebe, sondern eine Rechnung: Was kostet es, in zwei Jahren die hundertste Seite anzulegen?
Im Betrieb
Was entstanden ist
Kein Theme, kein Seitenbaukasten, keine fremden Erweiterungen. Ein eigenes Designsystem aus wenigen Bauteilen, aus denen sich jede Seite zusammensetzt.

Deutsche und englische Fassung, dazu Leistungsseiten, Fachthemen, Onlinezeitung, Campus und die Bewerberseiten. Alle aus denselben Bauteilen, alle im gleichen Erscheinungsbild.
Hero, Karte, Kennzahlenreihe, Ablaufkette, Zitatblock, Formular. Eine neue Seite wird zusammengesetzt, nicht gestaltet. Deshalb dauert sie Stunden statt Wochen.
Sichtbarkeit entsteht über viele gute Fachseiten, nicht über eine optimierte Startseite. Jedes Thema bekommt eine eigene Seite mit eigenem Suchbegriff und eigener Handlungsaufforderung.
Ladezeit, Stabilität und Aufbau werden regelmäßig geprüft – mit demselben Werkzeug, das auch der Business-Check bei Kundenseiten anlegt.
Im Betrieb
Was diese Seite kann, ohne dass es auffällt
Vierzehn Funktionen, die kein Baukasten mitbringt und die bei einem Standardsystem einzeln zugekauft, eingerichtet und gepflegt werden müssten. Sie sind hier eingebaut, nicht angeflanscht – deshalb kosten sie weder Ladezeit noch Lizenzgebühr.
Schriftgröße verstellen
Unten links: A−, 100 %, A+. Wer über fünfzig ist und ohne Brille liest, findet die Funktion beim ersten Blick. Die Einstellung bleibt beim Seitenwechsel erhalten.
Jede Seite als PDF
Ein Klick erzeugt ein sauber gesetztes A4-Dokument – ohne Navigation, mit Kontaktangaben im Fuß. Früher ein Joomla-Plugin, hier eingebaut.
Fachbegriffe erklären sich
Gestrichelt unterstrichene Wörter öffnen beim Überfahren ein kleines Fenster mit einer Erklärung in Alltagssprache. 27 Begriffe, zentral gepflegt.
Weiterempfehlen ohne Mitleser
LinkedIn, WhatsApp, E-Mail, Link kopieren. Reine Verweise – keine eingebetteten Schaltflächen der Netzwerke, die schon vor dem Klick Zählmarken setzen.
Vorlesefunktion
Der Assistent liest Fragen und Antworten vor. Ohne externe Sprachschnittstelle: Es verlässt kein Ton die Seite, es entstehen keine Kosten je Abruf.
Bilder groß ansehen
Bildschirmfotos öffnen sich per Klick in voller Größe. Ohne fremde Bibliothek, mit Tastaturbedienung und Escape zum Schließen.
Zwei Sprachen, eine Struktur
Deutsch und Englisch mit identischem Aufbau und Umschalter auf jeder Seite. Keine halb übersetzte Fassung, keine Sprachmischung.
Brotkrumen mit Auszeichnung
„Start / Angebote / …“ – sichtbar für den Leser und als strukturierte Daten für Google, das sie in den Suchergebnissen anzeigt.
Business-Check-Leiste
Auf jeder Seite erreichbar, ohne den Text zu überdecken. Sie führt Interessenten zu einem Ergebnis, statt sie in ein Kontaktformular zu drängen.
Bilder in mehreren Größen
Ein Mobilgerät lädt nicht dasselbe Bild wie ein Bildschirmarbeitsplatz. Moderne Formate, verzögertes Laden – der größte Einzelhebel bei der Ladezeit.
Tastatur und Fokus
Die ganze Seite lässt sich ohne Maus bedienen, jeder Fokus ist sichtbar. Das ist Pflicht für öffentliche Auftraggeber und höflich gegenüber allen anderen.
Rücksicht auf Bewegungsempfindliche
Wer im Betriebssystem reduzierte Bewegung eingestellt hat, bekommt keine Animationen. Vier Zeilen Aufwand, große Wirkung für Betroffene.
Drucklayout für jede Seite
Dunkle Flächen werden hell, Navigation und Schaltflächen verschwinden, Karten werden nicht mitten durchgeschnitten. Wer ausdruckt, bekommt ein Dokument statt eines Bildschirmabzugs.
Zurück nach oben
Erscheint erst nach dem ersten Bildschirm und sitzt so, dass er den Assistenten nicht überdeckt. Kleinigkeit – auf langen Seiten die meistgenutzte.
Messbar, nicht behauptet
Ladezeit und Aufbau sind mit einem unabhängigen Werkzeug geprüft. Das Ergebnis ist kein Gefühl, sondern ein Wert, den jeder nachmessen kann – und den ich bei Kundenseiten mit demselben Werkzeug erhebe.
Gestaltung und Bedienbarkeit
UX-Design ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechenaufgabe
Agenturen verkaufen UX- und UI-Design als eigene Leistung, oft fünfstellig. Zu Recht, wenn niemand im Unternehmen weiß, wie Kunden entscheiden. Wer das weiß, braucht dafür keine Agentur – er braucht Disziplin.
Was hier tatsächlich entschieden wurde
- Eine Botschaft pro Abschnitt. Wer scrollt, liest nicht – er überfliegt. Jeder Abschnitt hat deshalb eine Kernaussage in der Überschrift und die Begründung darunter. Wer nur die Überschriften liest, hat trotzdem verstanden, worum es geht.
- Die Zahl vor dem Argument. Entscheider sind ungeduldig. Deshalb steht auf jeder Referenz der kaufmännische Teil ganz oben, rot markiert, und nicht am Ende als Fazit.
- Gestufte Handlungsaufforderungen. Nicht „Jetzt Kontakt aufnehmen“ als einziger Weg, sondern ein leiser Einstieg (etwas ansehen), ein mittlerer (etwas ausprobieren) und ein verbindlicher (anrufen). Die meisten Besucher sind nicht bereit für Stufe drei – und sollen trotzdem bleiben.
- Textzonen mit Maß. Fließtext bricht bei rund 70 Zeichen um, nicht bei 120. Das ist keine Ästhetik, sondern Lesegeschwindigkeit: Zu lange Zeilen lassen das Auge die nächste Zeile verfehlen.
- Klickziele, die man auch unterwegs trifft. Alle Hauptschaltflächen sind mindestens 44 Pixel hoch, auf dem Handy vollbreit. Das ist der Unterschied zwischen „ich rufe an“ und „ich mache das später am Rechner“ – und später ist nie.
- Kein Farbsignal allein. Wer Rot und Grün nicht unterscheidet, erkennt die Aussage trotzdem: Der Kostenblock hat einen roten Balken und eine beschriftete Legende.
Warum ich das selbst mache
Eine Agentur kann Gestaltung. Was sie nicht kann, ist die Frage beantworten, welche drei Zahlen ein Geschäftsführer sehen muss, bevor er anruft – weil sie sein Geschäft nicht kennt. Diese Frage ist die eigentliche UX-Arbeit. Die Gestaltung danach ist Handwerk und in einem Designsystem in wenigen Stunden erledigt.
Der teuerste Fehler bei Website-Projekten ist nicht schlechtes Design. Es ist gutes Design für die falsche Frage.
Diese Seite ist der Beleg für die These. Sie ist ohne Designagentur entstanden, erreicht im unabhängigen Test ein A-Rating und bringt vierzehn Funktionen mit, die anderswo einzeln zugekauft werden. Nicht weil ich der bessere Gestalter wäre, sondern weil ich weiß, wofür die Seite da ist.
Einordnung
Warum individuell und nicht WordPress, Joomla oder ein Shopsystem
Die Frage ist berechtigt: Diese Systeme sind ausgereift, verbreitet und günstig im Einstieg. Sie sind auch die richtige Wahl – für andere Aufgaben als diese hier.
| Standardsystem mit Theme WordPress, Joomla, TYPO3, Redaxo |
Shopsystem Magento, Shopware, PrestaShop |
Diese Website | |
|---|---|---|---|
| Erste Seite steht | in Stunden | in Tagen | hat Wochen gedauert |
| Achtzigste Fachseite | genauso mühsam wie die erste | dafür nicht gemacht | zwei Stunden, aus Bausteinen |
| Ladezeit im Auslieferungszustand | C bis D, Theme und Erweiterungen laden mit | schwer, viel Technik für Warenkorb und Kasse | A-Rating, 94 % |
| Sicherheitsaktualisierungen | ständig, je Erweiterung einzeln | ständig, mit Zahlungsanbindung heikel | kleine Codebasis, keine Fremdteile |
| Sonderfunktion wie Vorlesen oder Schriftgröße | Erweiterung suchen, kaufen, pflegen | dasselbe | eingebaut, keine Lizenz |
| UX- und UI-Design | Agenturleistung, meist fünfstellig | Agenturleistung, meist fünfstellig | im Designsystem enthalten |
| Gestaltung außerhalb der Vorlage | Kampf gegen das Theme | Kampf gegen das Theme | gibt es nicht – es ist die eigene Vorlage |
| Wenn der Anbieter die Preise erhöht | man zahlt oder migriert | man zahlt | betrifft einen nicht |
| Wenn ein Shop gebraucht würde | Erweiterung, mit Einschränkungen | die richtige Wahl | wäre der falsche Weg |
Die ehrliche Abgrenzung
- Wer einen Shop mit tausend Artikeln, Lagerführung und Zahlungsanbindung braucht, nimmt ein Shopsystem. Das selbst zu bauen wäre Unsinn – genau wie eine Bewerbungsseite in Magento zu bauen.
- Wer eine Website mit fünf Seiten braucht, nimmt einen Baukasten. Der Unterschied rechnet sich erst ab einer Größe, bei der Pflege und Erweiterung zum Dauerposten werden.
- Wer viele Redakteure hat, braucht Rollen und Rechte. Das kann ein Standardsystem von Haus aus. Hier arbeitet eine Person, deshalb ist es nicht gebaut – und deshalb ist das System schlank geblieben.
- Der Punkt ist nicht „selbst gebaut ist besser“. Der Punkt ist, die Frage überhaupt zu stellen und dann zu rechnen. Genau das erwarte ich von jemandem, der in einem Unternehmen über solche Systeme entscheidet.
Agenturen bauen mit denselben Systemen, mit denen ihre Wettbewerber bauen. Das ist verständlich: Es ist kalkulierbar, austauschbar und schnell. Es führt aber dazu, dass Websites sich gleichen – und dass Sonderwünsche entweder teuer oder unmöglich sind. Wer stattdessen ein eigenes Designsystem hat, kann die achtzigste Seite in zwei Stunden bauen und eine Vorlesefunktion an einem Nachmittag nachrüsten.
Aufbau
Die Entscheidungen dahinter
Eine Website lebt nicht von der Seitenzahl, sondern von wenigen Grundentscheidungen, die man später nicht mehr korrigieren kann.
- Ein Stylesheet für alles. Farben, Abstände, Schriftgrößen und Bauteile stehen an einer Stelle. Eine Änderung an der Schaltflächenfarbe wirkt auf 117 Seiten gleichzeitig – und kann nicht auf 116 Seiten vergessen werden.
- Kein Rahmenwerk, kein Bauwerkzeug. Die Seiten sind reines HTML und CSS. Das klingt altmodisch und ist der Grund, warum sie schnell laden, ohne Wartung auskommen und in fünf Jahren noch funktionieren.
- Bilder in modernen Formaten und mehreren Größen. Ein Mobilgerät lädt nicht dasselbe Bild wie ein Bildschirmarbeitsplatz. Das ist der größte einzelne Hebel bei der Ladezeit.
- Bedienbarkeit als Vorgabe, nicht als Nachtrag. Tastaturbedienung, sichtbare Fokusrahmen, Kontraste und Vorlesefunktion sind eingebaut. Nicht aus Pflichtbewusstsein, sondern weil Entscheider Seiten auch am Telefon oder unterwegs lesen.
Einordnung
Was das für ein Unternehmen bedeutet
Die Website ist das sichtbarste der sieben Systeme – und das am wenigsten aussagekräftige, wenn man nur auf die Oberfläche schaut.
- Ich kann Angebote von Agenturen beurteilen. Wer selbst 117 Seiten gebaut hat, weiß, was ein Posten „Umsetzung Designsystem“ bedeutet und wo eine Aufwandsschätzung gepolstert ist.
- Ich weiß, was Pflege wirklich kostet. Nicht in Stundensätzen, sondern in Reibung: Wie oft ändert jemand etwas, wenn jede Änderung eine Anfrage auslöst? Die Antwort ist: fast nie.
- Marketing und Technik in einer Person. Suchbegriffe, Seitenstruktur, Text und Umsetzung hängen zusammen. Wenn sie auf drei Personen verteilt sind, geht die Verbindung im Übergabeprozess verloren.
Eine Website ist kein Projekt, sondern ein Betriebsmittel. Sie wird nicht fertig, sie wird benutzt. Alles an dieser Website ist auf diese Annahme hin gebaut – deshalb steht daneben ein eigenes Redaktionssystem und keine Rechnung für Textkorrekturen.
Zum Mitnehmen
Diese Referenz als PDF
Ergebnis in Zahlen, Aufbau und Entscheidungen auf A4 aufbereitet – ohne Navigation, mit Kontaktangaben im Fuß. Zum Weitergeben oder Ausdrucken.