Eine Auswertung von Demandbase zählt einen Anstieg der Weiterleitungen von ChatGPT auf beobachtete B2B-Websites von rund 645.000 im Juni 2025 auf 2,6 Millionen im Juni 2026. Am gesamten Webverkehr bleibt der Anteil klein.
Die Analyse des Anbieters Demandbase erfasst monatliche Weiterleitungen von ChatGPT auf eine feste Menge beobachteter Unternehmenswebsites. Von Juni 2025 bis Juni 2026 stieg die Zahl von etwa 645.000 auf 2,6 Millionen – ein Zuwachs von 303 Prozent binnen eines Jahres.
Der Befund hat zwei Seiten. Der Zuwachs ist deutlich, der Anteil am gesamten Webverkehr bleibt jedoch gering. Uneinheitlich ist zudem die Datenlage zur Qualität dieser Besucher: Ob sie häufiger oder seltener zu Anfragen führen als Besucher aus der klassischen Suche, lässt sich aus der Erhebung nicht abschließend beantworten.
Für Marketing und Vertrieb heißt das: Der Kanal ist zu klein, um die Suchmaschinenoptimierung zu ersetzen, und zu schnell gewachsen, um ihn zu ignorieren. Entscheidend ist weniger die Zahl der Klicks als die Frage, ob das eigene Unternehmen in den Antworten überhaupt als Quelle auftaucht – denn ein Teil der Nutzer klickt gar nicht mehr weiter.
Was das für Entscheider bedeutet
- Richten Sie in Ihrer Webanalyse eine eigene Quellgruppe für KI-Assistenten ein, damit Sie diesen Verkehr getrennt bewerten können.
- Prüfen Sie stichprobenartig, ob und wie Ihr Unternehmen in Antworten der gängigen Assistenten zu Ihren Kernbegriffen erscheint.
- Halten Sie Produkt-, Preis- und Kontaktangaben maschinenlesbar und aktuell; Assistenten zitieren bevorzugt eindeutig strukturierte Quellen.
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