Der ifo Geschäftsklimaindex für die deutsche Automobilindustrie sank im September auf minus 35,0 Punkte, nach minus 22,0 Punkten im August. Auftragsbestand und Ertragslage verschlechterten sich ebenfalls deutlich.
Der ifo Geschäftsklimaindex für die Automobilindustrie fiel im September auf minus 35,0 Punkte, nach minus 22,0 Punkten im August. Damit liegt die Stimmung noch unter dem bisherigen Jahrestief von Juni und Juli. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Auch der Auftragsbestand wurde erneut schwächer eingeschätzt, und die im Quartalsrhythmus erhobene Ertragslage sank im dritten Quartal spürbar gegenüber dem Vorquartal.
Exporterwartungen und Beschäftigungserwartungen waren im August noch gestiegen, brachen im September jedoch wieder ein. ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl spricht von einer Branche, die weiterhin in der Krise steckt. Für Zulieferer und Hersteller bedeutet das anhaltenden Druck auf Investitions- und Personalplanungen, gerade weil mehrere Indikatoren gleichzeitig nach unten zeigen.
Offen bleibt, ob der Einbruch eine kurzfristige Reaktion auf einzelne Ereignisse ist oder den Beginn einer längeren Schwächephase markiert. Geschäftsführungen in der Branche sollten die Entwicklung der Auftragslage in den kommenden Monaten genau verfolgen, bevor sie Investitionsentscheidungen revidieren.
Was das für Entscheider bedeutet
- Prüfen Sie Investitionspläne in der Automobilzulieferkette angesichts der schwachen Geschäftslage.
- Beobachten Sie die Auftragsbestände der kommenden Monate, um Fehlsignale auszuschließen.
- Planen Sie Personalentscheidungen vorsichtig, da auch die Beschäftigungserwartungen eingebrochen sind.
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