Vorstandschef Tim Höttges bezeichnet die Teilnahme an der europäischen Ausschreibung als Option. Operativ stieg das bereinigte EBITDA nach Leasing im zweiten Quartal auf 11,82 Milliarden Euro, die Jahresprognose bleibt bestehen.
Die Deutsche Telekom erwägt eine Beteiligung an einer europäischen Ausschreibung für eine sogenannte KI-Gigafactory mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro. Vorstandschef Tim Höttges spricht ausdrücklich von einer Option; eine Entscheidung ist damit nicht gefallen.
Wirtschaftlich hat der Konzern Spielraum: Das bereinigte EBITDA nach Leasing stieg im zweiten Quartal auf 11,82 Milliarden Euro nach 11,0 Milliarden im Vorjahreszeitraum, der Umsatz auf 29,93 Milliarden Euro. Der Nettogewinn ging von 2,615 auf 2,45 Milliarden Euro zurück. Die Jahresprognose mit rund 47,5 Milliarden Euro bereinigtem EBITDA nach Leasing bleibt bestehen.
Der Charakter der Investition unterscheidet sich vom klassischen Netzausbau. KI-Rechenzentren hängen an Lastprofilen, Strom- und Kühlbudgets, Verfügbarkeit von Beschleunigern und dem Zeitpunkt neuer Arbeitslasten. Langfristige Kapitalbindung trifft auf Modellanforderungen, die sich nicht verlässlich vorhersagen lassen.
Was das für Entscheider bedeutet
- Wenn Sie KI-Kapazität in Europa einkaufen wollen, beobachten Sie diese Ausschreibung: Sie entscheidet mit darüber, wer in zwei Jahren europäische Rechenleistung anbietet.
- Verwechseln Sie Absichtserklärungen nicht mit Kapazität – planen Sie Ihre eigenen Vorhaben mit heute verfügbaren Anbietern.
- Fragen Sie bei Angeboten für souveräne KI-Dienste nach dem Ort der Verarbeitung, nicht nur nach dem Ort der Datenspeicherung.
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