Thomas Koch ordnet in einem Gastbeitrag die Gartner-Prognose ein, wonach KI bis 2028 einen Großteil der operativen Mediaplanung übernimmt. Sein Fazit fällt trotz der erwarteten Umbrüche überwiegend optimistisch aus.
Die Prognose, KI werde binnen zwei Jahren einen Großteil der operativen Aufgaben in der Mediaplanung übernehmen, hat in der Branche Widerspruch ausgelöst. Thomas Koch argumentiert in einem Gastbeitrag, dass die Zahl das falsche Bild erzeugt: Automatisiert werde die Ausführung, nicht die Entscheidung.
Der Einwand hat einen praktischen Kern. Buchung, Aussteuerung und Auswertung sind regelbasiert und damit gut automatisierbar. Zielgruppendefinition, Budgetlogik und die Bewertung von Umfeldern bleiben Auslegungsfragen, die belegbare Annahmen und Verantwortung erfordern.
Für Personalplanung heißt das nicht Entwarnung, sondern eine andere Aufgabe. Wenn die operative Ebene schrumpft, verschwinden zuerst die Tätigkeiten, an denen Berufseinsteiger bisher gelernt haben. Wer keine neuen Lernwege schafft, hat in einigen Jahren niemanden, der die verbleibenden Entscheidungen treffen kann.
Was das für Entscheider bedeutet
- Trennen Sie in Ihrer Personalplanung ausführende von entscheidenden Tätigkeiten und schätzen Sie beide getrennt.
- Schaffen Sie für Berufseinsteiger neue Lernwege, wenn die bisherigen Einstiegsaufgaben automatisiert werden.
- Verlangen Sie von Agenturen und Werkzeuganbietern, welche Entscheidungen automatisch getroffen werden und wer sie verantwortet.
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