Epoch AI veröffentlicht neue Zahlen zum Umsatzwachstum der beiden führenden KI-Anbieter. Die addierte Jahresumsatz-Rate von Anthropic und OpenAI stieg von 30 Milliarden Dollar im Januar 2026 auf 105 Milliarden Dollar im August 2026.
OpenAI hat seine Jahresumsatz-Rate binnen eines Jahres verdreifacht, von 13 Milliarden Dollar im August 2025 auf über 40 Milliarden Dollar heute. Anthropic wuchs 2025 von 1 Milliarde auf 9 Milliarden Dollar und beschleunigte danach weiter: Im ersten Quartal 2026 verdreifachte sich die Rate erneut, bis Ende Juli 2026 erreichte Anthropic Berichten zufolge 65 Milliarden Dollar. Zusammen kamen beide Anbieter 2025 auf mehr als das Vierfache des Vorjahres und wuchsen bis August 2026 von 30 auf 105 Milliarden Dollar.
Für Unternehmen, die KI-Dienste einkaufen oder finanzieren, sind diese Zahlen eine belastbare Grundlage für Preis-, Kapazitäts- und Investitionsentscheidungen. Ein Wachstum von mehr als 100 Prozent pro Jahr bei Unternehmen dieser Größe gilt in der Technologiebranche als außergewöhnlich selten. Der gesamte Markt für generative KI nähert sich nach Schätzungen bereits 200 Milliarden Dollar Jahresumsatz, das entspricht etwa einem Tausendstel der Weltwirtschaft.
Epoch AI selbst warnt vor vorschnellen Schlüssen: Ein Teil des Sprungs geht auf Programmier-Assistenten zurück, die seit dem Modell Opus 4.5 eine kritische Nutzungsschwelle überschritten haben, ähnlich dem Effekt beim ursprünglichen Start von ChatGPT. Offen bleibt, ob weitere Schwellen wie die Automatisierung ganzer Bürotätigkeiten folgen oder ob sich das Wachstum in den kommenden Monaten wie bei anderen reifen Technologiefeldern abschwächt. Bei unverändertem Tempo von einer Verdreifachung pro Jahr würde die Branche rein rechnerisch in sechs Jahren die Größe der heutigen Weltwirtschaft erreichen - ein Szenario, das die Autoren selbst als unrealistisch bezeichnen.
Was das für Entscheider bedeutet
- Vergleichen Sie Preisangebote von Anthropic und OpenAI regelmäßig, da sich die Kostenbasis durch das schnelle Wachstum verschiebt.
- Prüfen Sie Lieferantenverträge auf Kapazitätsgarantien, bevor Nachfragespitzen Preise weiter treiben.
- Beobachten Sie, ob das Wachstum bei den nächsten Quartalszahlen abflacht, bevor Sie langfristige Budgets festlegen.
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